September 20 @ 17:00
Karolin Broosch – Violine
Daniel Sorour – Violoncello
Eberhard Hasenfratz – Klavier
Wie kann man die beiden Erfolge des Klaviertrios Karolin Broosch, Daniel Sorour und Eberhard Hasenfratz noch toppen? Mit „Pop-Hoven“ gibt das Trio im Amtsrichterhaus Schwarzenbek erneut Raum für die massive Bandbreite seines Zusammenspiels. Besonders freut sich das Ensemble auf Schwarzenbek, denn die Geigerin Karolin Broosch stammt aus der Stadt.
Dass das klassische Klaviertrio groovy spielen kann, aber zugleich einen Gegenpol in zeitgenössischer Musik bietet, haben die drei Musiker bereits in früheren Programmen bewiesen. Mit „Pop-Hoven“ verbinden sie erneut Klassik, Jazz, Tango und Pop auf ungewöhnliche und mitreißende Weise.
Ludwig van Beethovens Opus 1 besteht aus drei Klaviertrios. Gleich als Erstling eine so frische und zugleich tiefgehende Fülle zu veröffentlichen, sucht bis heute ihresgleichen. Broosch, Sorour und Hasenfratz spielen das dritte dieser Jugendwerke in moderner und wenig ehrfürchtiger Herangehensweise und stellen es zeitgenössischen Neuentdeckungen gegenüber.
Jean-Charles Gandrille (*1982) komponiert frech und direkt für klassisches Kammerensemble und macht aus Einflüssen von Filmmusik, Minimal Music und Pop keinen Hehl – sein Werk heißt schlicht „Pop-Trio“. Endlich im 21. Jahrhundert angekommen.
Um der Neuheit noch mehr Kante zu verleihen, widmet sich das Trio außerdem den „Estaciones Porteñas“, den vier Jahreszeiten in Buenos Aires, von Astor Piazzolla. Die schroffe Härte des Tango Nuevo trifft dabei auf große emotionale Intensität.
Die „Three Preludes“ von George Gershwin im Arrangement für Klaviertrio stehen dem Original an Spritzigkeit und Funkyness in nichts nach. Gershwins einziges Werk für Klavier solo verleiht dem Programm eine zusätzliche Prise Jazz.